Der Cholesterinspiegel gilt als wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese sind in Deutschland  mit grossem Abstand die häufigste Todesursache 1, denn in Deutschland sterben jährlich knapp 38% aller Männer und knapp 48% aller Frauen an Herz-Kreislauf Problemen, und damit mehr als an allen anderen Todesursachen.

Cholesterinsenker, speziell Statine, sind daher ein riesiges Geschäft für Pharmaunternehmen. Ungefähr fünf Millionen Deutsche nehmen jeden Tag ein Statin ein.

Ursache dieser Verschreibungswelle ist die inzwischen eigentlich überholte Ansicht, dass ein zu hoher Cholesterinspiegel zu Herzerkrankungen (namentlich einem Herzinfarkt) führen kann.

Die medikamentöse Cholesterinsenkung führt nur bei jedem fünften Patienten zum erwünschten niedrigen Cholesterinwert. Statine habe ausserdem weitreichende Nebenwirkungen. Sie erhöhen das Risiko für Speiseröhrenkrebs, Grauem Star, Muskelschwäche, sowie oder Leber- und Nierenschwächen. bzw. Versagen

Es gibt am deutschen Markt kein Produkt, dass mehrere der u.g. cholesterinsenkenden Wirkstoffe kosteneffektiv kombiniert.

Daher empfehlen wir, die Wirkstoffe individuell einzukaufen.

Mikronährstoffe als Cholesterinsenker

Aufgrund des potentiell riesigen Marktes gibt es weltweit duzende Studien von Mikronährstoffen, die einen positiven Effekt auf den Blutfettspiegel – wohlgemerkt ohne Nebenwirkungen – zu bescheinigen scheinen.

Folgend ist eine Liste jenen Mikronährstoffen, die in klinischen Studien nachweislich positive Effekte für den Blutfettspiegel, also bei der Diagnose einer „ungesunden“ Konstellation von erhöhtem Cholesterin (niedrige HDL-Cholesterinwerte, hohe LDL-Cholesterinwerte, hohe Nahrungsfette [Triglyzeride] und hohe Homocysteinwerte), aufzeigen konnten:

  • Eine tägliche Einnahme von 17g der Aminosäure Arginin konnte das Gesamtcholesterin nach 14 Tagen um 10% senken 2Mehr …

  • Die Aminosäure Carnitin konnte bei Hämodialysepatienten durch eine Einnahme von 1g pro Tag innerhalb 14 Wochen einen signifikanten Triglycerid-Rückgang verursachen 3Mehr …

  • Einer erhöhte Aufnahme der Aminosäure Taurin in Kombination mit Magnesium in der Nahrung reduziert kardiometabolische Risiken4.

  • Täglich 500mg Vitamin C oder mehr kann Triglyceride und LDL Cholesterin signifikant senken5.

  • Vitamin E hemmt die Oxidation des LDL Cholesterins und schützt mit seiner antioxidativen Wirkung die Zellen. Es wird daher vor allem gemeinsam mit Vitamin C empfohlen6. Es sollten mintestens 36 mg Vitamin E täglich eingenommen werden.

  • Die tägliche Einnahme von 5 mcq (200 I.E. / I.U.) Vitamin D korreliert statistisch stark mit einem gesunden Herz-Kreislaufsystem7.

  • Vitamin B3 (Niacin) wird ein das leicht LDL senkender und das gute HDL Cholesterin erhöhernder Effekt zugesprochen8.
  • Phytosterole, wie z.B. Traubenextrakt9 und Bergamot10 können die Blutfettwerte senken.

  • Die langfristige Einnahme von Cholin und Betain kann statistisch die Gesundheit des Herz-Kreislaufsystems durch Entzündungshemmung und die Reduktion von anderen Risikofaktoren verbessern11.
  • Eine Meta-Analyse von 84 Studien zeigt, dass die Zink günstige Auswirkungen auf die Blutfettwerte hat, da es Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin sowie Triglyzeride erheblich verringern konnte12. Eine tägliche und langfristige Einnahme von mindestens 10 mg Zink wird daher empfohlen. 

Nicht berücksichtigt haben wir Roten Reis, aufgrund potenzieller Nebenwirkungen und Wechselwirkungen (s.u.), sowie Heilerde aufgrund fehlender Studien.

Roter Reis heißt auch Rotschimmelreis, Red Rice oder fermentierter Reis. Um ihn herzustellen, wird normaler Reis mit einem Schimmelpilz fermentiert.

Dabei entstehen ein roter Farbstoff, sowie der Stoff Monakolin K, der identisch ist mit dem in Deutschland häufig verschriebenen Arzneistoff Lovastatin. Dieser gehört zur Wirkstoffgruppe der Statine und hat folglich diegleichen Nebenwirkungen. Roter Reis ist daher keine natürliche Alternative zu Statinen.

Die gemeinsame Expertenkommission zur Einstufung von Stoffen ordnet Produkte aus Rotschimmelreis als Arzneimittel ein, wenn eine Tagesdosis mindestens fünf Milligramm Monakolin K enthält.

Roter Reis sollte aufgrund der möglichen Neben- und Wechselwirkungen nur unter ärztliche Aufsicht eingenommen werden.