Creatin ist eine der in der Sportmedizin am besten untersuchten und abgesicherten natürlichen Wirkstoffe zur Leistungssteigerung1 und Förderung des Muskelwachstums 2. Die Effekte auf die Leistungsfähigkeit bei kurzfristigen sportlichen Anstrengungen hat auch die europäische Lebensmittelbehörde EFSA bestätigt.

Aufgrund der nachgewiesenen Leistungssteigerung, sowie der geringen Nebenwirkingen ist der Kosum von Creatin bei Sportlern sehr weit verbrietet.

Angeführt von Nordamerikanischen Herstellern, konkurrieren deshalb duzende Firmen weltweit um diesen Markt. Alleine in Deutschland gibt es weit über 50 sehr unterschiedliche Creatin Produkte.

Um in diesem Dschungel Klarheit zu schaffen, haben wir für Sie alle 15 auf dem deutschen Markt erhältlichen Creatinsorten verglichen und fünf sinnvolle Produkte präsentiert.

Das teuerste Produkt kostet mit knapp 200 Euro pro Kilo knapp 14-mal so viel, wie das günstigste Produkt (15 Euro pro Kilo).

Wie wirkt Creatin?

Zusätzlich zur Leistungssteigerung durch die Unterstützung des Energiestoffwechsels kann Creatin-Monohydrat den Wassergehalt in den Muskelzellen erhöhen. Dies kann zu vorteilhaften Effekten auf das Muskelwachstum führen, indem Signale gesendet werden, die mit der Zellschwellung zusammenhängen3.

Wordurch unterscheiden sich Creatinsorten?

Viele Creatinhersteller versuchen ihre Produkte gegenüber der gut erforschten und im Vergleich günstigsten standard Monohydratform zu differenzieren. So hoffen sie dem Athleten ein besseres und natürlich teureres Produkt zu verkaufen.

Das hat in den Herstellerlabors zu sage und schreibe 15 verschiedenen Creatin Formen geführt und bei den Athleten viel Verwirrung ausgelöst. Daher haben wir diese 15 Formen anhand der Studienlage für Sie verglichen.

Creatinsorten unterscheiden sich prinzipiell in vier Aspekten:

Die Creatin-Bioverfügbarkeit ist eine pharmakologische Messgröße für den Creatinanteil, der unverändert im Blutkreislauf zur Verfügung steht. Sie gibt an, wie schnell und in welchem Umfang Creatin aufgenommen (resorbiert) wird und in den Muskeln zur Verfügung steht.

Sogenannte Bioenhancer, wie z.B. Piperin, das auf Inhaltsstoffen von Pfeffer basiert, können die Bioverfügbarkeit von Aminosäuren erhöhen. Bei Creatin ist dieser Effekt jedoch noch nicht nachgewiesen worden.

Einige Creatinsorten werden speziell micronisiert (mechanisch verkleinert) oder chemisch verändert, um ihre Wasserlöslichkeit zu verbessern. Dies hat jedoch keine in Studien bewiesenen Effekt auf die Bioverfügbarkeit.

Die Verdaulichkeit variiert bei jedem Athleten stark individuell. Einige Hersteller versprechen konkret eine bessere Vertraulichkeit ihres Produktes anhand der chemischen Form.

Glücklicherweise zeigt eine große Menge an Forschungsergebnissen, dass Creatin relativ sicher konsumiert werden kann4, 5.

Kleinere Nebenwirkungen sind typischerweise Magenverstimmungen, Blähungen oder Krämpfe. Diese Nebenwirkungen können durch den Verzehr mehrerer kleinerer Dosen statt einer einzigen größeren Dosis gelindert werden6.

Eine seltene, aber extreme Nebenwirkung der exzessiven Einnahme von Creatin ist akutes Nierenversagen. Dies kann auftreten, wenn ein Athlet eine Vorgeschichte im Zusammenhang einer Nierenfunktionsstörung habt. Laut der University of Maryland Medical Center kann die Einnahme von Creatin über längere Zeit in sehr hohen Dosen zu Nierenproblemen führen. Daher sollte ein Athlet keine Creatin-Präparat einnehmen, wenn sie / er an einer Nierenfunktionsstörung, Leberfunktionsstörung oder Bluthochdruck leidet.

Der Kilopreis von Creatin in Deutschland kann je nach Creatinsorte, Darreichungsform (Pulver, Kapseln, Tabletten) und Marketingverspechen um bis zu das 15-fache variieren.

Welche Creatinsorte ist die effektivste?

Jeder der vielen Hersteller versucht, ein besseres Produkt auf den Markt zu bringen. Augfrund dieses hohen Wettbewerbes zwischen Nahrungsergänzungsmittelherstellern kann man deswegen inzwischen über ein duzend verschiedene Creatinformen kaufen,

Leider hat dies erwartungsgemäss zu viel Verwirrung und subjektiven Eindrücken bei Athleten geführt.

Wir haben daher die 15 verschiedenen Formen für sie unter die Lupe genommen: