Mit L-Arginin und B-Vitaminen Bluthochdruck senken

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Mit L-Arginin und B-Vitaminen Bluthochdruck senken

Mit L-Arginin und B-Vitaminen kann man effektiv seinen Bluthochdruck senken und die Gefäßfunktionen unterstützen. Das weist eine weitere klinische Studie, die 2016 an mehreren deutschen Universitäten durchgeführt worden ist, nach.

Wer seinen Bluthochdruck senken möchte, sollte den Einsatz von L-Arginin Kombinationen in Betracht ziehen. Arginin ist eine semi-essentielle Aminosäure, die für die Regulierung der Gefäße notwendig ist. Sie ist, wie alle proteinogenen Aminosäuren, als Lebensmittel zugelassen und sehr sicher in der Anwendung.

Nebenwirkungen sind in den üblichen Dosierungen von 2.500 – 5.000 mg L-Arginin täglich nicht beobachtet worden. Diese Mittel verfügen somit über eine in vielen klinischen Studien nachgewiesene fördernde Wirkung auf den Blutdruck, die durch gezielte Verbesserung von besonders wichtigen isolierten Nahrungsbestandteilen beruht.

Stoffwechsel der Gefäße – benötigt im Alter mehr L-Arginin

Unsere Gefäße benötigen zur Steuerung der Weitstellung und damit der Steuerung des Blutdurchflusses und des Blutdruckes das Molekül NO (Stickoxid). Es ist das Signalmolekül zur Entspannung der Gefäßwände, damit Erhöhung des Durchflusses und Senkung des Blutdruckes. Für die körpereigene Herstellung von NO ist L-Arginin unbedingt notwendig. Im Alter nimmt die Fähigkeit des Körpers ab, aus L-Arginin NO zu erzeugen. Zudem sinkt die Bioverfügbarkeit von NO. Der L-Arginin Bedarf steigt im Alter.

Studie zu Arginin und Bluthochdruck – Einnahme über 6 Monate

Die Studie wurde an mehreren deutschen Universitätskliniken durchgeführt und 2016 im renommierten European Journal of Nutrition veröffentlicht.1 Die Ergebnisse stehen im Einklang mit verschiedenen ähnlichen Studien der letzten 20 Jahre, zuletzt systematisch ausgewertet von Bai et al. 2

Die Kombination von L-Arginin mit den drei B-Vitaminen B6, B12 und Folsäure wurde bereits 2008 in einer deutschen Untersuchung an über 400 Patienten als blutdrucksenkend nachgewiesen.3 Auch Kombinationen von L-Arginin mit Procyanidinen, einem antioxidativen Pflanzenextrakt, haben dieselben Effekte gezeigt.

Anhand von 81 Patienten mit leichtem bis mittlerem Bluthochdruck wurde in einer placebokontrollierten, doppelblinden und randomisierten Studie nachgewiesen, dass die Einnahme von L-Arginin gemeinsam mit den B-Vitaminen Folsäure, B6 und B12 über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten:

  • zu einer signifikanten Senkung des Blutdruckes führt,
  • zu einer signifikanten Senkung des Homocysteinspiegels führt,
  • als maximal verträglich von den Patienten eingestuft wird.

Die Patienten in der Untersuchung waren zwischen 40 und 65 Jahre alt, hatten kein Übergewicht (BMI von 25) und haben keine medikamentösen blutdrucksenkenden Mittel eingenommen. Die Effekte traten über sechs bis 12 Wochen auf. Eine Nachuntersuchung nach 6 Monaten ergab eine weitere Verbesserung der Ergebnisse. Der Blutdruck wurde  sowohl am Tage als auch nachts gemessen, in beiden Fällen sind die Effekte statistisch signifikant.

Gründe für eine diätetische (ernährungsmedizinische) Maßnahme:

  1. Keine Nebenwirkungen, gut verträglich, natürliche Wirkmechanismen.
  2. Gut erforscht, klinisch nachgewiesen in vielen Studien.
  3. Bereits eine Senkung des Blutdruckes von 5mm HG reduziert die Herzinfarkt-Wahrscheinlichkeit um 14% 4 5
  4. Kann beim Mann durch die Verblesserung der Durchblutung feiner Gefäße auch Potenzprobleme mindern.

Empfohlen für Blutdruck, Herz und Endothelfunktion:

  • L-Arginin (mindestens 2.400 mg täglich),
  • Vitamine B6, B12 und Folsäure, ggf. auch Betain, für Senkung des Homocysteinspiegels,
  • Procyanidine (bekannt aus Weißdornextrakt (Crataegus), Pinienrindenextrakt6 oder Traubenkernextrakt),
  • Quercetin (gefäßschützendes Flavonoid ähnlich wie Procyanidine, Wirkung in vielen Studien nachgewiesen)7,
  • Vitamin E und Vitamin C gelten als gefäßschützend, antioxidativ und durchblutungsfördernd.

Die Mikronährstoffe können auch problemlos gemeinsam genommen werden.

Quellen und Studien:

  1. Menzel, D., Haller, H., Wilhelm, M. et al. Eur J Nutr (2016). doi:10.1007/s00394-016-1342-6
  2. Bai Y, Sun L, Yang T, Sun K, Chen J, Hui R (2009) Increase in fasting vascular endothelial function after short-term oral l-arginine is effective when baseline flow-mediated dilation is low: a meta-analysis of randomized controlled trials. Am J Clin Nut 89(1):77–84. doi:10.3945/ajcn.2008.26544
  3. Jung K, Petrowicz O (2008) L-Arginin und Folsäure bei Arteriosklerose. Ergebnisse einer prospektiven, multizentrischen Verzehrsstudie. Perfusion 21:148–156
  4. McRae MP (2016) Therapeutic benefits of l-arginine: an umbrella review of meta-analyses. J Chiropr Med 15(3):184–189. doi:10.1016/j.jcm.2016.06.002
  5. Ettehad D, Emdin CA, Kiran A, Anderson SG, Callender T, Emberson J, Chalmers J, Rodgers A, Rahimi K (2016) Blood pressure lowering for prevention of cardiovascular disease and death: a systematic review and meta-analysis. Lancet 387(10022):957–967. doi:10.1016/S0140-6736(15)01225-8
  6. z.B. Enseleit et al., „Effects of Pycnogenol on endothelial function in patients with stable coronary artery disease: a double-blind, randomized, placebo-controlled, cross-over study“; Eur Heart J. 2012 Jul;33(13):1589-97. doi: 10.1093/eurheartj/ehr482. Epub 2012 Jan 11.
  7. Serban et al., „Effects of Quercetin on Blood Pressure: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials.“, J Am Heart Assoc. 2016 Jul 12;5(7). pii: e002713. doi: 10.1161/JAHA.115.002713.
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2017-02-26T18:27:33+00:00

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