L-Arginin ist für seine Funktion in der Steuerung der Blutgefäße und des Blutdruckes bekannt. So kann die Menge von 3.000 mg L-Arginin kombiniert mit Vitaminen B6, B12 und Folsäure nachhaltig dazu beitragen, Bluthochdruck zu senken. Kombiniert mit Pinienrindenextrakt ist die sehr gute Wirkung als natürliches Potenzmittel bekannt geworden. Die Aminosäure L-Arginin ist aber auch ein wichtiger Teil in der Immunfunktion des Menschen stärken.

Jetzt ist eine weitere Anwendung von L-Arginin untersucht worden: Die Verwendung als Bestandteil von Zahnpasta und die Auswirkungen auf Zahnbelag und Parodontose. Die Ergebnisse der Studie, die 2015 an der University of Michigan unter der Leitung von Prof. Alexander Rickard durchgeführt worden ist, sind vielversprechend.1 L-Arginin konnte im Laborversuch die Bildung von Plaque weitgehend neutralisieren und das Bakterienwachstum signifikant verringern.

Die Anwendungen könnten über die bloße Verwendung als Bestandteil einer Zahnpasta hinausgehen. Denn Plaque, ein Biofilm, ist auch vergleichbar mit Biofilmen, wie sie z.B. in Krankenhäusern vorkommen. Mehr als 50% aller Infektionen in Krankenhäusern sind zurückzuführen auf Biofilme.

Selbst wenn es nur zu einer Verbesserung der Parodontose-Prophylaxe von Zahncremes führen sollte, wäre das ein großer gesundheitlicher Nutzen. 24 Prozent aller US-Amerikaner haben unbehandelte Karies. Sogar 39% der US-Amerikaner leiden an einer leichten mis mittleren Parodontose. Bei älteren Menschen ab 65 sind es schon zwei Drittel der Bevölkerung.

Quelle:

  1. Rickard, A., et al. “L-Arginine Destabilizes Oral Multi-Species Biofilm Communities Developed in Human Saliva”; 2015; DOI: 10.1371/journal.pone.0121835
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